Risikolebensversicherung

Risikolebensversicherung Kosten – Wie der Beitrag berechnet wird

Von der Sterblichkeitsstatistik bis zum Monatsbeitrag – alle Kostenfaktoren transparent erklärt.

Beachten Sie: Auf lebensversicherung.digital finden Sie allgemeine Informationen. Fragen Sie vor dem Absenden persönlicher Angaben stets Ihren Versicherungsvertreter. Für die Angaben auf dieser Seite übernehmen wir keine Haftung. Sie stellen keine Empfehlung dar, sondern fassen öffentlich zugängliche, allgemeine Informationen zusammen.

Was bestimmt den Beitrag einer Risikolebensversicherung?

Der Beitrag der Risikolebensversicherung besteht im Wesentlichen aus der Nettorisikoprämie (dem eigentlichen Sterberisiko-Anteil) plus einem Kostenzuschlag für Abschluss und Verwaltung. Es gibt keinen Sparanteil – das unterscheidet die RLV grundlegend von kapitalbildenden Produkten. Mehr dazu: Risikolebensversicherung – Schutz, Laufzeit, Kosten erklärt.

Lebensversicherung

Typische Beitragsspanne nach Risikoprofil

Profil Versicherungssumme Laufzeit Monatsbeitrag (Richtwert)
30 J., Nichtraucher, gesund300.000 €20 Jahreca. 10–18 €
35 J., Nichtraucher, gesund300.000 €20 Jahreca. 15–25 €
40 J., Nichtraucher, gesund300.000 €20 Jahreca. 22–38 €
35 J., Raucher, gesund300.000 €20 Jahreca. 40–70 €
45 J., Nichtraucher, Vorerkrankung300.000 €15 JahreRisikozuschlag möglich, stark individuell
50 J., Nichtraucher, gesund200.000 €15 Jahreca. 50–90 €

Richtwerte ohne Gewähr. Tatsächliche Beiträge hängen vom individuellen Risikoprofil und Versicherungsanbieter ab.

Die Kostenzusammensetzung im Detail

1. Nettorisikoprämie

Berechnet aus der Sterbewahrscheinlichkeit für Alter und Laufzeit multipliziert mit der Versicherungssumme. Versicherer ziehen eigene Sterbetafeln heran. Ein 35-jähriger Nichtraucher hat statistisch eine sehr geringe Sterbewahrscheinlichkeit in den nächsten 20 Jahren – daher die günstige Prämie.

2. Abschlusskosten

Provision für Vertrieb (Makler, Ausschließlichkeitsvertreter oder Online-Kanal) sowie Bearbeitungsaufwand für Underwriting (Risikoprüfung). Diese Kosten werden bei der RLV anders verrechnet als bei Kapitalversicherungen – es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Zillmerung. Die Kosten sind in der Regel bereits im Bruttobeitrag einkalkuliert.

3. Verwaltungskosten

Laufende Kosten für Vertragsverwaltung, Mahnwesen, IT und Service. Der Anteil bewegt sich je nach Anbieter zwischen 5 % und 15 % des Bruttobeitrags.

Was den Beitrag erhöht

  • Rauchen: +50–150 % gegenüber Nichtrauchern
  • Gefährlicher Beruf: Aufschlag bei Gerüstbau, Feuerwehr, Bergbau, Kampfsport
  • Vorerkrankungen: Risikozuschlag individuell nach Diagnose und Schweregrad
  • Monatliche Zahlung: ca. 2–5 % teurer als jährliche Zahlung
  • Höheres Eintrittsalter: Exponentieller Anstieg der Sterbewahrscheinlichkeit

Was den Beitrag senkt

  • Nichtraucher: Günstigste Tarifgruppe – nach 12 Monaten Abstinenz umstufbar
  • Früher Abschluss: Jüngeres Eintrittsalter → niedrigerer Beitrag für gesamte Laufzeit
  • Jährliche Zahlung: Vermeidet Unterjährigkeitszuschlag
  • Online-Abschluss: Manche Versicherer bieten Direkttarife ohne Makler-Provision günstiger an
  • Verbundene Verträge: Ehepartner gemeinsam versichert (Überkreuzversicherung) kann günstiger sein

Beitragsrechner verstehen

Mehr zur allgemeinen Beitragsberechnung über alle Lebensversicherungstypen: Lebensversicherung Beitragsrechner – Wie Ihr Beitrag berechnet wird.

Versicherungsbeitrag

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Risikolebensversicherung monatlich?
Als Orientierung: Ein 35-jähriger Nichtraucher zahlt für 300.000 Euro Todesfallschutz über 20 Jahre ca. 15–25 Euro monatlich. Raucher zahlen das Doppelte bis Dreifache. Vorerkrankungen führen zu Aufschlägen oder Ablehnung.
Kann ich den Beitrag meiner Risikolebensversicherung senken?
Wenn Sie aufgehört haben zu rauchen und das seit mindestens 12 Monaten nachweisen können, können Sie eine Neuklassifizierung beantragen. Außerdem ist jährliche Zahlung günstiger als monatliche. Eine Senkung der Versicherungssumme reduziert den Beitrag ebenfalls.
Warum ist mein Beitrag bei jedem Versicherer anders?
Versicherer kalkulieren mit eigenen Sterbetafeln, Schadenserfahrungen und Kostenstrukturen. Dazu kommen unterschiedliche Risikoeinschätzungen bei Vorerkrankungen. Preisunterschiede von 30–50 % bei identischen Profilen sind üblich – deshalb lohnt sich ein Vergleich.

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